Adam Port

DJ / ProducerAdam Port

Was nützen einem gerade Linien? Am Anfang war es Hip Hop und irgendwann dann keine Musik – im wahrsten Sinne des Wortes.

Adam Port Foto: Lukas Korschan

Hip Hop ist eine tolle Sache, echt gute Musik, aber ohne Zukunft, das ist zumindest Adams Ports Überzeugung. Er muss es ja wissen: Angefangen im Hip Hop gehört er heute zu einem der erfolgreichsten Musik-Netzwerke Deutschlands: „keinemusik“. Die meisten Mitglieder von keinemusik waren anfänglich im Hip Hop beheimatet. Sie legten zusammen auf, produzierten gemeinsam und alles, was nicht in die typische Hip Hop Sparte passte, war keine Musik. Ironie des Schicksals, dass ihr Erfolg in eben diesen anderen Sparten lag.

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Man muss sich weiterentwickeln

Auch der Berliner Adam Port schaffte seinen Durchbruch erst außerhalb des Genres Hip Hop. „Für DJs ist Hip Hop eine Sackgasse. Wenn du kein MC bist, geht es ab einem bestimmten Punkt nicht weiter“, erzählte er in einem Interview mit dem Magazin Proud. Laut Adam hat Hip Hop den Absprung verpasst und sich im Laufe unserer schnelllebigen Zeit nicht genügend mitentwickelt. Zu Proud sagte er dazu: „ Einfach zu unclubig. Deswegen wandern die ganzen Hip Hop DJs auch zum Funk oder zum Techno. Du kannst entweder tiefer in der Materie graben und die Wurzeln erkunden, oder du wirst elektronisch, was einfach zeitaktueller ist.“

Es geht nicht um Hits

Auch Adam Port entwickelte sich im Laufe seiner Karriere von seiner anfänglichen Hip Hop Liebe weg. Dabei war es ihm immer wichtig, nicht den normalen musikalischen Konventionen zu entsprechen. Trotz vieler Erfolge und Kollaborationen mit verschiedenen Künstlerinnen, Künstlern und Künstler-Kollektiven entschied er sich immer gegen ein Management und deren Anforderungen. Es ging ihm nie darum, Hits zu produzieren und weltweit auf den großen Bühnen aufzulegen.

Adam Port im Studio
Foto: Steffen Grap

Sich selbst treu bleiben

Seine DJ-Sets sollen seinen Fans in erster Linie aber ihm selbst gefallen und zu seinem sich im Laufe der Jahre immer wieder ändernden Stil passen. Zum Magazin Proud sagte er: „Ich versuch mich nicht festzulegen. Nicht so ‚Ey, ich spiel jetzt House‘ oder ‚Ey, ich spiel jetzt Techno‘. Wenn es ein geiler Technotrack ist, spiel ich einen Technotrack und wenn es eine groovige Housebombe ist, dann ist es auch gut.“

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