Mensch und Maschine: Beat von Gehirnströmen

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Beim Nuits Sonores Festival hatte ein DJ ein ganz besonders Konzept: Verkabelt spielte er den Sound seiner Gehirnströme.

Mensch und Maschine: Beat von Gehirnströmen Foto: Nuits Sonores Marion-Bornaz

Wie klingt das Gehirn?

Am 29. Mai ging das Nuits Sonores (was so viel wie "schallende Nächte" bedeutet) Festival in der französischen Stadt Lyon zu Ende. Das jährliche Festival für elektronische Musik ist bekannt für immer wieder neue und spannende Konzepte. In diesem Jahr hatte besonders der Abschlussact eine futuristische Anmutung. Der DJ Molécule verwendete während seiner Performance in Echtzeit aufgenommene Klänge, direkt aus seinem Gehirn. So entstand eine Art musikalischer Dialog zwischen Mensch und Maschine.

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So, wie der DJ denkt

Damit das Ganze funktioniert, versetzte sich der Künstler in eine Art meditativen Zustand. Mit insgesamt acht EEG-Sensorelektroden (Sensoren zur Messung von Gehirnaktivität) werden dann kontinuierliche Signale aus seinem visuellen Cortex im Großhirn an den Computer, der sich als großer Monolith beschreiben lässt, geschickt und dort in Klang umgewandelt. Die Crowd tanzt also nach den Gedanken des DJs.

Molécule war schon immer ein Freund von experimenteller Musik. Immer wieder baut er auch Klänge der Natur in seine Musik mit ein.

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